Markus Frohnmaier begann seine bundespolitische Karriere nicht im Bundestag, sondern an der Spitze der Jungen Alternative (JA). Von 2015 bis 2018 war er Bundesvorsitzender dieser Nachwuchsorganisation der AfD. Genau in dieser Phase wurde die Junge Alternative vom Bundesamt für Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistische Bestrebung eingestuft.
Das ist keine parteipolitische Bewertung, sondern eine behördliche Einordnung. Die JA war damit keine gewöhnliche Jugendorganisation, sondern stand im Fokus der Sicherheitsbehörden.
Ihre ideologischen Positionierungen – darunter ethnokulturelle Identitätskonzepte, eine scharfe Systemkritik und nationalistische Abgrenzungsrhetorik – wurden als mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung unvereinbar bewertet.
Und an der Spitze dieser Organisation stand Markus Frohnmaier.
Zwar wurde die Junge Alternative nie staatlich verboten. Doch sie existiert in ihrer bisherigen Form nicht mehr. Die AfD beschloss, die Struktur aufzulösen und neu zu ordnen. Kritiker sehen darin einen strategischen Schritt, um politischen und rechtlichen Druck zu reduzieren und möglichen Vereinsverbotsverfahren zuvorzukommen. Die Partei selbst spricht von einer organisatorischen Neuaufstellung.
Politisch bleibt jedoch der entscheidende Punkt bestehen: Frohnmaiers politischer Aufstieg begann in einer Organisation, die staatlich als rechtsextrem eingestuft wurde. Wer eine solche Struktur führt, prägt sie – in Tonalität, strategischer Ausrichtung und ideologischem Selbstverständnis.
Es geht hier nicht um eine strafrechtliche Schuldfrage. Es liegt keine entsprechende Verurteilung vor. Es geht um politische Verantwortung und um die Frage, welche ideologischen Grundlagen eine spätere parlamentarische Tätigkeit beeinflussen. Die Junge Alternative war kein harmloser Debattierkreis, sondern nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden eine extremistische Bestrebung.
Dass ihr damaliger Vorsitzender heute im Bundestag sitzt und international auftritt, ist deshalb kein Nebenaspekt. Es ist ein zentraler Bestandteil der politischen Bewertung seiner Person – und ein Kern der demokratischen Auseinandersetzung.
Markus Frohnmaier ist Spitzenkandidat der AfD Baden-Württemberg für die Landtagswahl 2026.
Seit 2017 sitzt er im Deutschen Bundestag, seit 2025 ist er stellvertretender Vorsitzender der AfD-Bundestagsfraktion.
Bereits seit 2022 ist er Co-Vorsitzender der AfD Baden-Württemberg. Von 2015 bis 2018 führte er zudem die Jugendorganisation der Partei, die „Junge Alternative“.
Geboren wurde Frohnmaier am 25. Februar 1991 im rumänischen Craiova.
Als Säugling kam er in ein Waisenhaus und wurde im Alter von einem Jahr gemeinsam mit seiner Zwillingsschwester von einem deutschen Ehepaar adoptiert.
Er wuchs in Weil der Stadt auf. Seine Adoptiveltern waren eine gelernte Blumenbinderin und ein Elektrotechniker.
Schulisch absolvierte er zunächst die Hauptschule in Grafenau-Döffingen, wechselte anschließend an eine Fachschule in Stuttgart und erlangte 2011 am Wirtschaftsgymnasium in Calw das Abitur. Danach begann er ein Jurastudium an der Universität Tübingen, das er jedoch nicht abschloss.
Politisch beschreibt Frohnmaier selbst eine Entwicklung vom linken Spektrum in seiner Jugend hin zu einer nationalkonservativen Positionierung.
Als Auslöser nannte er eigene negative Erfahrungen mit Migranten. Früh engagierte er sich in der Jungen Alternative, deren Bundesvorsitzender er 2015 wurde. In dieser Zeit profilierte er sich als Vertreter eines schärferen Kurses innerhalb der AfD.
Im Bundestag ist Frohnmaier vor allem in außen- und sicherheitspolitischen Debatten präsent.
In der Vergangenheit sorgten Berichte über Kontakte nach Russland sowie über internationale Auftritte – unter anderem in den USA – für Aufmerksamkeit. Kritiker werfen ihm vor, dabei Positionen vertreten zu haben, die Deutschlands Rolle in Europa und in der internationalen Zusammenarbeit schwächen. Unterstützer sehen in ihm hingegen einen Vertreter nationaler Interessen und eine Stimme gegen das politische Establishment.
Seine Biografie – Adoption aus Rumänien, Aufwachsen in Baden-Württemberg, politischer Aufstieg in einer migrationskritischen Partei – sorgt für intensive Diskussionen. Während die einen darin ein Beispiel gelungener Integration sehen, kritisieren andere die politische Linie, die er heute vertritt.
Mit seiner Kandidatur für die Landtagswahl 2026 rückt Frohnmaier noch stärker in den Mittelpunkt der Landespolitik. Die entscheidende Frage lautet: Welche politischen Inhalte, welche Haltung zu Europa, Demokratie und gesellschaftlichem Zusammenhalt bringt er mit – und entspricht das wirklich dem Selbstverständnis eines weltoffenen Baden-Württembergs?
Der LinkedIn-Artikel „Deutschlands neue Chancen in Südostasien“(siehe unten) * zeigt überzeugend, warum Deutschland und Europa ihre wirtschaftlichen Beziehungen zu den ASEAN-Staaten ausbauen wollen.
Südostasien ist wachstumsstark, innovationsfreudig und geopolitisch relevant.
In einer Welt fragiler Lieferketten ist diese Öffnung richtig – aber sie darf nicht isoliert gedacht werden.
Diversifizierung ja – insbesondere gegenüber China
Die Südostasien-Strategie ist Teil des europäischen De-Risking-Ansatzes gegenüber China. Nicht als Abkehr, sondern als Risikostreuung. Viele Länder der Region sind wirtschaftlich eng mit China verflochten, zugleich aber offen für europäische Partnerschaften.
Südostasien ist daher keine Alternative zu China, sondern eine strategische Ergänzung, um Abhängigkeiten zu verringern.
Erste Priorität: Europa selbst
Was in der Debatte oft zu kurz kommt: Europas größtes ungenutztes Potenzial liegt im eigenen Binnenmarkt. Noch immer scheitern Kooperationen an nationalen Regelwerken, fragmentierter Industriepolitik und fehlender Koordination. Es ist widersprüchlich, neue Märkte in Asien zu erschließen, während der wirtschaftliche Austausch innerhalb der EU unnötig kompliziert bleibt.
Ohne gemeinsame Industrie- und Energiepolitik, europäische Lieferketten und abgestimmte Investitionen in Schlüsseltechnologien bleibt jede Außenstrategie instabil.
Zweite Priorität: Demokratische Partner
Nach der Stärkung des EU-Binnenmarktes muss Europa systematisch den Austausch mit anderen demokratischen Staaten ausbauen – etwa mit Kanada, Japan, Südkorea, Australien oder demokratischen Ländern in Lateinamerika und Afrika. Gemeinsame Werte wie Rechtsstaatlichkeit, Verlässlichkeit und transparente Regeln sind dabei kein moralischer Zusatz, sondern wirtschaftliche Sicherheit.
Auf dieser Grundlage entfaltet auch die Südostasien-Strategie ihre volle Wirkung: als Wachstumschance und geopolitischer Ausgleich, nicht als Ersatz für europäische oder demokratische Kernpartnerschaften.
Vierte Ebene: Länder auf dem Weg zur Demokratie einbinden
Europa darf sich nicht auf bestehende Demokratien beschränken. Auch Staaten, die durch klare Bedingungen demokratisch gestärkt werden können, gehören in diese Strategie. Handel ist hier ein politisches Instrument – über Standards, Transparenz und Verantwortung.
Dazu gehört ausdrücklich das Lieferkettengesetz. Es ist kein Bürokratiemonster, sondern ein demokratisches Steuerungsinstrument. Wer gegen das Lieferkettengesetz ist, ist in letzter Konsequenz gegen demokratische Werte, denn Handel ohne Verantwortung stabilisiert Ausbeutung und autoritäre Strukturen.
Resümee
Europa stärken, demokratische Partner ausbauen, global diversifizieren – und demokratische Entwicklung aktiv fördern. Nur so wird Europa strategisch souverän.
Es begann harmlos. Ein sachlicher Artikel. Historisch, erklärend, ohne Werbung und ohne Gewinnerzielung. Einfach Information.
Zur Illustration ein Foto. Alt. Archivmaterial. Schröder, Bush, Kanzleramt. Ein Bild, das man seit Jahren kennt und das scheinbar zur Zeitgeschichte gehört. Unter das Bild kam eine ordentliche Quellenangabe: Quelle: dpa. So, wie man es gelernt hat. So, wie es seriös wirkt.
Dann kam Post.
Kein Hinweis. Keine Bitte um Entfernung. Kein Dialog.
Stattdessen: Aktenzeichen, Frist, Forderung. Über 250 Euro – für ein einziges Bild. Nicht wegen Manipulation. Nicht wegen Hetze. Nicht wegen Desinformation. Sondern wegen Nutzung.
In dieser Realität gilt nicht, was viele glauben: „Ich habe doch die Quelle genannt.“
Sondern nur eine einzige Frage: Hast du eine Nutzungslizenz – ja oder nein?
Fehlt diese Lizenz, greift ein strikt organisiertes System: automatisierte Bildsuche, Beweissicherung, Lizenzberechnung, juristische Durchsetzung. Das Schreiben kam von einer auf Urheberrechtsdurchsetzung spezialisierten Kanzlei aus Hamburg, die im Auftrag von Rechteinhabern Lizenzansprüche geltend macht. Sachlich. Formal. Effektiv.
Kein Kontext. Kein Augenmaß. Nur der festgestellte Verstoß.
Das perfide Detail: Das Foto war alt. Der Artikel unauffällig. Die Reichweite überschaubar. Und trotzdem spielt das keine Rolle. Nicht das Alter des Bildes. Nicht die Absicht. Nicht der Zweck.
Entscheidend ist allein: Das Bild ist heute noch online.
Selbst Fotos, die seit 15 oder 20 Jahren genutzt werden, können heute noch abgemahnt werden, wenn sie weiterhin öffentlich zugänglich sind. Jede fortdauernde Nutzung gilt rechtlich als neuer Verstoß.
Wer heute publiziert – ob Blog, Verein oder Informationsseite – sollte alle alten Bilder dringend prüfen. Alles ohne eigene Urheberschaft oder eindeutige freie Lizenz sollte konsequent entfernt oder ersetzt werden.
Auch historische Bilder sind nicht sicher. Auch alte Beiträge nicht verjährt, solange sie online sind.
Hinweis: Dieser Beitrag ist als Dauerartikel konzipiert und wird über ein Jahr hinweg regelmäßig geteilt, um vor Risiken bei der Bildnutzung zu warnen.
Resümee: Niemals DPA-Bilder nutzen. Nicht für Blogs. Nicht für Vereine. Nicht für Informationsseiten. Auch nicht mit Quellenangabe. Eine Quelle ersetzt keine Lizenz.
Und was stattdessen? KI-Bilder selbst generieren ist oft der sicherste Weg. Du bist Urheber, hast volle Nutzungsrechte und kein Risiko nach Jahren. KI ersetzt keine Dokumentarfotografie – aber das juristische Risiko.
Es geht nicht um Geld. Es geht um Kontrolle und Sicherheit. Texte sind frei. Bilder sind es nicht.
Werner Hoffmann. – Wir brauchen für eine funktionierende Demokratie keine Extremparteien, sondern Parteien, die die Mitte vertreten!-
Lilian Thau ist eine der Stimmen im politischen Diskurs, die auffallen, weil sie sich nicht an die üblichen Spielregeln hält. Keine Parteilogos, keine Wahlkampfrhetorik, kein taktisches Herumlavieren – stattdessen klare Sprache, nachvollziehbare Argumente und der Anspruch, Politik wieder verständlich zu machen. Mit ihrem Format „Klartext mit Lilly“ erreicht sie Menschen, die sich von klassischen politischen Erklärmustern längst abgewendet haben.
*
Was Lilian Thau auszeichnet, ist ihr Hintergrund in Kommunikation und strategischer Positionierung. Genau das prägt ihren Stil: Themen werden so erklärt, dass sie auch außerhalb politischer Blasen ankommen. Zuspitzung ja – Verzerrung nein. Sie bringt Komplexität auf den Punkt, ohne sie zu entstellen. Und genau das fehlt vielen Debatten: Verständlichkeit ohne Manipulation.
Inhaltlich beschäftigt sie sich mit Fragen, die den Alltag vieler Menschen unmittelbar betreffen: Rente, Altersvorsorge, soziale Sicherheit, Generationenfairness und die demokratische Kultur. Dabei bleibt sie nicht an der Oberfläche. Thau analysiert Strukturen, benennt politische Fehlanreize und zeigt, wo Entscheidungen ganz konkret Folgen für Millionen haben.
*
Bemerkenswert ist ihre klare Haltung ohne Parteibindung. Lilian Thau tritt nicht als Parteivertreterin auf und ist keiner Partei offiziell zugeordnet. Ihre Positionen sind dennoch eindeutig: pro Demokratie, pro soziale Verantwortung, gegen Populismus, Extremismus und gegen eine kalte Marktlogik, die soziale Realitäten ignoriert. Ihr Fokus liegt auf den Inhalten – nicht auf Lagerdenken.
Der Tonfall ist bewusst direkt. Thau will nicht gefallen, sondern verstanden werden. Sie widerspricht, ordnet ein und hält dagegen – ohne zu beleidigen oder zu polarisieren. Gerade diese Mischung aus Klarheit und Respekt verschafft ihr Glaubwürdigkeit in einem digitalen Umfeld, das oft von Lautstärke statt Substanz geprägt ist.
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Im Ergebnis steht Lilian Thau für eine Form politischer Kommunikation, die selten geworden ist:
klar, unbequem, faktenorientiert und bürgernah. Sie zeigt, dass politische Aufklärung auch jenseits von Parteiprogrammen möglich ist – und dass Klartext kein Synonym für Radikalität sein muss, sondern für Verantwortung.
#Notfallordner #Vorsorgeordner #Generalvollmacht #Vorsorgevollmacht – Ab 18 eine Pflicht für Jeden
Ob Unfall oder Krankheit – Beide Fälle können zur Geschäftsunfähigkeit führen.Notfallordner
Aus diesem Grund sollte jeder Mensch ab dem vollendeten 18.Lebensjahr mindestens
www.Not-Fallordner.de
• eine General- und Vorsorgevollmacht
• einen Notfallordner mit wichtigen Informationen
besitzen.
Wer Kinder und Enkelkinder hat, sollte sich bewusst sein, dass ab dem 18.vollendeten Lebensjahr die Erziehung juristisch endet und auch im Notfall die Eltern oder Großeltern, Onkels, Tanten, Paten nicht mehr tätig sein können.
Aus diesem Grund ist die Generalvollmacht und Vorsorgevollmacht dringend ab dem 18.vollendeten Lebensjahr notwendig.
Die General- und Vorsorgevollmacht könnte theoretisch ohne Notar gemacht werden.
Wenn jedoch der Sprössling
• eine Eigentumswohnung
• ein Haus oder Grundstück
• eine Kapitalgesellschaft (GmbHoder zB UG)
• besitzt oder später erbt oder kauft,
• dann ist es sinnvoll die General- und Vorsorgevollmacht sofort beim Notar machen zu lassen.
Grund:
Damit für Rechtsgeschäfte die General- und Vorsorgevollmacht auch für Eigentum oder Kapitalgesellschaften gültig ist, muss diese Vollmacht notariell beurkundet sein.
Die Gebühren der Generalvollmacht errechnen sich aus dem Aktivvermögen.
Wer nur 5.000 Euro hat, bezahlt für die Generalvollmacht 45 Euro Beurkundungsgebühr (zuzüglich MWSt und Schreibgebühren).
Wer die Generalvollmacht erst dann macht, wenn er ein Haus oder eine ETW besitzt (Kauf oder Erbe), bezahlt er wesentlich mehr (je nach Wert des Objektes).
Schulden werden nicht abgezogen, denn die Gebühren errechnen sich aus dem sogenannten Aktivvermögen.
Ein Haus oder eine ETW kann man auch vor dem Notar schlecht verschweigen, denn ein Blick des Notars in das Grundbuch macht es sichtbar was einem gehört.
Neben der General- und Vorsorgevollmacht ist auch die Patientenverfügung und ggf. der Organspendeausweis sinnvoll.
Alle Unterlagen sollten in einem speziellen Notfallordner gesammelt sein.
Der Notfallordner sollte auch weitere Unterlagen, Notizen und auch Tipps beinhalten.
VORSICHT bei #digitalen Notizen oder digitalen Notfallordner!
Grund:
Die Notizen in elektronischer Form finden die Angehörigen sehr oft nicht; selbst dann, wenn die Angehörigen wissen, wo diese sind.
Zu oft wechselt man den Laptop oder das Betriebssystem.
Und bei einem Crash der Festplatte sind die Notizen auch weg.
Selbst bei der Digitalisierung bei einem Dienstleister entsteht das Problem, dass dort nur die digitalen Unterlagen sind.
Die notwendigen Unterlagen müssten dann wieder Zuhause in einem Ordner aufbewahrt werden.
Dazu zählen nicht nur die o.g. Vollmachten, sondern ggf. auch:
• Geburtsurkunde
• Impfbuch
• Original-Scheidungsurteil
• etc.
Insoweit ist ein Notfallordner immer wichtig!
Und auch bei der Art des Notfallordners muss dringend unterschieden werden, denn zu unterschiedlich sind die Anforderungen.
Fast 500 Millionen Euro in nur einem Jahr: Laut einem Bericht von heise online zahlte die Bundesverwaltung 2025 rund 481 Millionen Euro an Microsoft für Lizenzen und Softwareleistungen. 2023 waren es noch etwa 274 Millionen Euro, 2024 rund 348 Millionen Euro. Der Anstieg ist dramatisch – und er ist ein Warnsignal.
Diese Zahlen zeigen, wie stark die deutsche Verwaltung inzwischen von einem einzigen US-Konzern abhängig ist. Microsoft liefert nicht nur ein Betriebssystem, sondern ein komplettes Ökosystem aus Office-Software, Cloud-Diensten, Sicherheitslösungen und Kollaborationstools.
Wer einmal vollständig integriert ist, kommt nur schwer wieder heraus. Die Wechselkosten sind hoch – organisatorisch wie finanziell. Genau das ist der Lock-in-Effekt.
Und der Bund ist nicht allein. In Bayern wird über einen mehrjährigen Rahmenvertrag diskutiert, der sich Berichten zufolge auf nahezu eine Milliarde Euro summieren könnte. Auch hier geht es um die flächendeckende Ausstattung der Verwaltung mit Microsoft-Produkten. Addiert man solche Projekte zu den Bundesausgaben, wird deutlich: Es geht um Milliardenbeträge öffentlicher Gelder, die langfristig an einen einzigen Anbieter gebunden werden.
Doch hier steht mehr auf dem Spiel als nur Haushaltsdisziplin. Es geht um digitale Souveränität. Wenn zentrale staatliche Infrastruktur auf Technologien basiert, die außerhalb Europas entwickelt, kontrolliert und rechtlich reguliert werden, entsteht ein strategisches Risiko.
Politische Spannungen oder wirtschaftliche Eskalationen können unmittelbare Folgen haben.
Niemand kann garantieren, dass eine US-Regierung in einem Konfliktfall nicht mehr als nur mit Zöllen reagiert – sondern im Extremfall digitale Hebel nutzt: kein Cloud-Zugriff, keine Updates, eingeschränkte Dienste. Ob so etwas jemals geschieht, kann heute niemand seriös vorhersagen. Genau deshalb ist Vorsorge notwendig.
Wir dürfen uns nicht in eine technologische Monokultur begeben. Eine moderne Sicherheitsarchitektur braucht Diversifikation. Sie braucht offene Standards, interoperable Systeme und die gezielte Förderung europäischer Anbieter. Abhängigkeit von außereuropäischen Konzernen – insbesondere aus einer zunehmend geopolitisch selbstbewussten „USA 2.0“ – schwächt unsere Autonomie.
Digitale Souveränität bedeutet nicht Abschottung, sondern Wahlfreiheit und Resilienz. Wer Alternativen hat, kann selbstbestimmt entscheiden. Wer nur einen Anbieter hat, verliert Gestaltungsspielraum.
Die fast 500 Millionen Euro des Bundes und die geplanten Milliardenprojekte einzelner Länder sind deshalb mehr als Zahlen. Sie sind ein Weckruf. Wenn wir Autonomie wollen, müssen wir jetzt beginnen, technologische Abhängigkeiten systematisch abzubauen und echte Diversifikation zur Leitlinie staatlicher IT-Strategie zu machen.
Fast 500 Millionen Euro in nur einem Jahr: Laut einem Bericht von heise online zahlte die Bundesverwaltung 2025 rund 481 Millionen Euro an Microsoft für Lizenzen und Softwareleistungen. 2023 waren es noch etwa 274 Millionen Euro, 2024 rund 348 Millionen Euro. Der Anstieg ist dramatisch – und er ist ein Warnsignal.
Diese Zahlen zeigen, wie stark die deutsche Verwaltung inzwischen von einem einzigen US-Konzern abhängig ist. Microsoft liefert nicht nur ein Betriebssystem, sondern ein komplettes Ökosystem aus Office-Software, Cloud-Diensten, Sicherheitslösungen und Kollaborationstools. Wer einmal vollständig integriert ist, kommt nur schwer wieder heraus. Die Wechselkosten sind hoch – organisatorisch wie finanziell. Genau das ist der Lock-in-Effekt.
Und der Bund ist nicht allein. In Bayern wird über einen mehrjährigen Rahmenvertrag diskutiert, der sich Berichten zufolge auf nahezu eine Milliarde Euro summieren könnte. Auch hier geht es um die flächendeckende Ausstattung der Verwaltung mit Microsoft-Produkten. Addiert man solche Projekte zu den Bundesausgaben, wird deutlich: Es geht um Milliardenbeträge öffentlicher Gelder, die langfristig an einen einzigen Anbieter gebunden werden.
Doch hier steht mehr auf dem Spiel als nur Haushaltsdisziplin. Es geht um digitale Souveränität. Wenn zentrale staatliche Infrastruktur auf Technologien basiert, die außerhalb Europas entwickelt, kontrolliert und rechtlich reguliert werden, entsteht ein strategisches Risiko.
Politische Spannungen oder wirtschaftliche Eskalationen können unmittelbare Folgen haben.
Niemand kann garantieren, dass eine US-Regierung in einem Konfliktfall nicht mehr als nur mit Zöllen reagiert – sondern im Extremfall digitale Hebel nutzt: kein Cloud-Zugriff, keine Updates, eingeschränkte Dienste. Ob so etwas jemals geschieht, kann heute niemand seriös vorhersagen. Genau deshalb ist Vorsorge notwendig.
Wir dürfen uns nicht in eine technologische Monokultur begeben. Eine moderne Sicherheitsarchitektur braucht Diversifikation. Sie braucht offene Standards, interoperable Systeme und die gezielte Förderung europäischer Anbieter. Abhängigkeit von außereuropäischen Konzernen – insbesondere aus einer zunehmend geopolitisch selbstbewussten „USA 2.0“ – schwächt unsere Autonomie.
Digitale Souveränität bedeutet nicht Abschottung, sondern Wahlfreiheit und Resilienz. Wer Alternativen hat, kann selbstbestimmt entscheiden. Wer nur einen Anbieter hat, verliert Gestaltungsspielraum.
Die fast 500 Millionen Euro des Bundes und die geplanten Milliardenprojekte einzelner Länder sind deshalb mehr als Zahlen. Sie sind ein Weckruf. Wenn wir Autonomie wollen, müssen wir jetzt beginnen, technologische Abhängigkeiten systematisch abzubauen und echte Diversifikation zur Leitlinie staatlicher IT-Strategie zu machen.
Altweiber-Fasnacht, Donnerstag, 14. Februar 1985 – und ausgerechnet auch noch Valentinstag.
Während andere Blumen verschenkten und romantische Pläne schmiedeten, hatte ich schlicht einen langen Arbeitstag hinter mir.
Und das Wichtigste: Ich dachte an diesem Tag überhaupt nicht daran, dass Altweiber-Fasnacht war. Für mich war es einfach nur ein normaler Donnerstag.
Trotz Müdigkeit ging ich abends noch in eine Diskothek. Freunde treffen, Musik, ein paar Gespräche – einfach abschalten. Ich trug eine Krawatte. Damals ganz selbstverständlich, wie es eben in den 80ern oft war. Heute wirkt das fast wie ein Kleidungsstück aus einer anderen Zeit.
Mitten im Trubel passierte es. Plötzlich spürte ich von hinten einen Ruck.
Im selben Moment fuhr ich reflexartig mit der linken Hand an meine Krawatte – genau in dem Augenblick, als hinter mir jemand mit einer Schere ansetzte, sie abzuschneiden. Ein typischer Altweiber-Brauch. Nur: Ich hatte nicht damit gerechnet. Überhaupt nicht.
Dann der Schnitt. Ein kurzer Schmerz. Und sofort: Blut. Viel Blut. So viel, dass es aussah, als hätte man mir den halben Finger, ja fast den halben Daumen abgetrennt. Die Musik lief weiter, aber für mich war alles wie eingefroren. Die Frau hinter mir wurde kreidebleich, starrte auf meine Hand – und begann zu weinen. Sie war völlig geschockt, weil aus einem Spaß plötzlich bitterer Ernst geworden war.
Zwischen Tanzfläche, Karnevalsstimmung und Konfetti entstand auf einmal eine Szene, die nicht in diese Nacht passte: hektische Blicke, Taschentücher, Entsetzen. Valentinstag einmal anders – statt Rosen gab es Panik.
Zum Glück stellte sich später heraus: Es sah dramatischer aus, als es tatsächlich war. Aber der Schreck saß tief – bei ihr und bei mir. Heute, 41 Jahre später, kann ich darüber schmunzeln, weil sich die Zeiten so verändert haben. Kaum jemand trägt noch Krawatten. Und damit gibt es auch kaum noch Chancen, sie an Altweiber abzuschneiden.
Vielleicht kommt die Krawatte ja in 20 Jahren wieder zurück. Mode ist zyklisch. Bis dahin muss man sich nur überlegen, ob man sie aufbewahrt – am besten ordentlich, vielleicht sogar in einem Krawattenkarussell.
Und wenn ich heute doch noch eine Krawatte sehe, denke ich kurz an diese Disco-Nacht: Musik, Blut, ein weinender Schreckmoment – und daran, wie ein „ganz normaler Donnerstag“ sich plötzlich als Altweiber-Fasnacht entpuppte.
Altweiber-Fasnacht, Donnerstag, 14. Februar 1985 – und ausgerechnet auch noch Valentinstag.
Während andere Blumen verschenkten und romantische Pläne schmiedeten, hatte ich schlicht einen langen Arbeitstag hinter mir.
Und das Wichtigste: Ich dachte an diesem Tag überhaupt nicht daran, dass Altweiber-Fasnacht war. Für mich war es einfach nur ein normaler Donnerstag.
Trotz Müdigkeit ging ich abends noch in eine Diskothek. Freunde treffen, Musik, ein paar Gespräche – einfach abschalten. Ich trug eine Krawatte. Damals ganz selbstverständlich, wie es eben in den 80ern oft war. Heute wirkt das fast wie ein Kleidungsstück aus einer anderen Zeit.
Mitten im Trubel passierte es. Plötzlich spürte ich von hinten einen Ruck.
Im selben Moment fuhr ich reflexartig mit der linken Hand an meine Krawatte – genau in dem Augenblick, als hinter mir jemand mit einer Schere ansetzte, sie abzuschneiden. Ein typischer Altweiber-Brauch. Nur: Ich hatte nicht damit gerechnet. Überhaupt nicht.
Dann der Schnitt. Ein kurzer Schmerz. Und sofort: Blut. Viel Blut. So viel, dass es aussah, als hätte man mir den halben Finger, ja fast den halben Daumen abgetrennt. Die Musik lief weiter, aber für mich war alles wie eingefroren. Die Frau hinter mir wurde kreidebleich, starrte auf meine Hand – und begann zu weinen. Sie war völlig geschockt, weil aus einem Spaß plötzlich bitterer Ernst geworden war.
Zwischen Tanzfläche, Karnevalsstimmung und Konfetti entstand auf einmal eine Szene, die nicht in diese Nacht passte: hektische Blicke, Taschentücher, Entsetzen. Valentinstag einmal anders – statt Rosen gab es Panik.
Zum Glück stellte sich später heraus: Es sah dramatischer aus, als es tatsächlich war. Aber der Schreck saß tief – bei ihr und bei mir. Heute, 41 Jahre später, kann ich darüber schmunzeln, weil sich die Zeiten so verändert haben. Kaum jemand trägt noch Krawatten. Und damit gibt es auch kaum noch Chancen, sie an Altweiber abzuschneiden.
Vielleicht kommt die Krawatte ja in 20 Jahren wieder zurück. Mode ist zyklisch. Bis dahin muss man sich nur überlegen, ob man sie aufbewahrt – am besten ordentlich, vielleicht sogar in einem Krawattenkarussell.
Und wenn ich heute doch noch eine Krawatte sehe, denke ich kurz an diese Disco-Nacht: Musik, Blut, ein weinender Schreckmoment – und daran, wie ein „ganz normaler Donnerstag“ sich plötzlich als Altweiber-Fasnacht entpuppte.