Renten-Streit eskaliert: Will Friedrich Merz die gesetzliche Rente zur Mini-Versorgung machen?

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Werner Hoffmann Überzeugter demokratischer Europäer
Werner Hoffmann. – Überzeugter demokratischer Europäer, Rentenberater (RDG) und Betriebswirt für betriebliche Altersversorgung (FH)

Die Aussage von Friedrich Merz, die gesetzliche Rentenversicherung könne künftig nur noch eine „Basisversorgung“ sein, ist politisch brisant – und bewusst unklar formuliert.

Denn was heißt „Basisversorgung“ konkret?
Realistisch bedeutet das: eine Rente knapp oberhalb der Grundsicherung.

Begründet wird das mit dem demografischen Wandel und der angeblichen Schwäche des Umlagesystems. Doch genau hier beginnt die Verkürzung – oder besser gesagt: die Teillüge.

1. Politisch verursachte Belastungen

Die gesetzliche Rentenversicherung wurde über Jahre mit Aufgaben belastet, die eigentlich aus Steuern finanziert werden müssten:

  • Kindererziehungszeiten,
  • Grundrentenzuschläge,
  • DDR-Altlasten,
  • Zurechnungszeiten bei Erwerbsminderung.

Diese Leistungen sind sinnvoll – aber sie wurden nicht vollständig ausgeglichen. Das Problem ist also auch politisch gemacht.

2. Mehr als nur Altersrente

Die gesetzliche Rente umfasst deutlich mehr:

  • Hinterbliebenenrenten,
  • Erwerbsminderungsrenten,
  • Reha-Leistungen.

Und das bei Verwaltungskosten von nur etwa 1–1,5 % – deutlich effizienter als viele private Systeme.

3. Paritätische Finanzierung fehlt privat

Die gesetzliche Rente wird von Arbeitnehmern und Arbeitgebern gemeinsam getragen.

Bei privater Vorsorge entfällt diese Parität oft.
Das bedeutet: Mehr Belastung für den Einzelnen.

4. Kapitaldeckung – und wer profitiert

Private Vorsorge führt direkt in die Kapitalmärkte – und damit zu großen Akteuren wie BlackRock.

Und genau dort war Friedrich Merz tätig.

Zufall – oder politisches Interesse?

Resümee

Die Debatte wird als Streit zwischen Umlage und Kapital dargestellt.

Tatsächlich geht es um etwas anderes:
Wer trägt das Risiko im Alter – die Gesellschaft oder der Einzelne?

Und noch entscheidender:
Wer verdient daran?

Und noch eine Ergänzung:

Die AfD spricht von 70% Rente. Dabei verschweigt die AfD immer, dass die AfD die gesetzliche Rente ähnlich miserabel abschmelzen will und die Differenz zu 70% dann durch Privatvorsorge und betriebliche Altersversorgung abdecken will, wobei auch hier ausgespart wird, dass dies vom Arbeitnehmer vollständig bezahlt werden soll.

#Deutschland #Rente #FriedrichMerz #Altersvorsorge #Politik

#Deutschland #AfD – Beatrix von Storch: Kreuz um den Hals, aber gegen christliche Werte?

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Werner Hoffmann Überzeugter demokratischer Europäer
Werner Hoffmann .- Überzeugter demokratischer Europäer.

Warum trägt Beatrix von Storch demonstrativ eine Kreuzkette?
Zufall? Kaum.

Das Kreuz ist hier nicht nur Schmuck. Es ist ein politisches Signal.
Ein Signal an konservative und religiöse Wähler: „Wir stehen für christliche Werte.“

Doch genau hier beginnt der Widerspruch.

Denn während von Storch und andere AfD-Politiker gezielt religiöse Symbolik einsetzen, haben sich zentrale Vertreter der katholischen Kirche – etwa im Umfeld der Deutsche Bischofskonferenz – klar gegen die AfD positioniert.
Warnungen gab es wegen Ausgrenzung, Nationalismus und einem Politikstil, der mit dem christlichen Menschenbild schwer vereinbar ist.

 Mit anderen Worten:
Das Symbol wird benutzt – aber die dahinterstehenden Werte werden von der Kirche selbst infrage gestellt.

Das erinnert stark an die USA:
Dort nutzt die MAGA-Bewegung gezielt religiöse Narrative, um evangelikale Wähler zu mobilisieren.
Auch dort gilt: Glaube wird politisch instrumentalisiert.

Und genau dieses Muster scheint nun auch in Deutschland sichtbar zu werden.

Die entscheidende Frage lautet also:

Warum beruft sich die AfD auf „christliche Werte“, wenn maßgebliche Vertreter der Kirche ihre Politik kritisieren?

Geht es wirklich um Glauben?
Oder geht es um Stimmenfang mit religiösen Symbolen?

Das Kreuz steht für Nächstenliebe, Würde und Mitmenschlichkeit.
Wer sich darauf beruft, muss sich auch daran messen lassen.


#AfD #Deutschland #Kirche #Politik #Demokratie

Link https://youtube.com/shorts/30RdkvgZluA?is=k_IQO6hXR3uCk3WF

Betriebsrente vor dem Umbruch? Warum die bAV dringend reformiert werden muss!

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Werner Hoffmann - Rentenberater (RDG) www.Renten-experte.de
Werner Hoffmann.
Rentenberater (RDG) und Betriebswirt für betriebliche Altersversorgung (FH)
www.Renten-experte.de

Die Diskussion um die Zukunft der Altersvorsorge in Deutschland ist längst überfällig. Aus meiner Sicht ist klar: Die Kombination aus gesetzlicher Rentenversicherung als Umlagesystem und kapitalgedeckten Systemen wie der betrieblichen Altersversorgung (bAV) sowie der privaten Vorsorge ist grundsätzlich richtig und notwendig.

Zwei Systeme – eine sinnvolle Risikostreuung

Die gesetzliche Rente funktioniert nach dem Umlageverfahren. Beiträge der heutigen Erwerbstätigen finanzieren die Renten der aktuellen Rentner.

Dem gegenüber stehen kapitalgedeckte Systeme, bei denen Kapital angespart wird.

Diese Kombination sorgt für eine wichtige Risikostreuung:

  • Umlage abhängig von Demografie und Beschäftigung,
  • Kapitaldeckung abhängig von Zinsen und Märkten.

Das Problem: Die bAV ist zu komplex

So sinnvoll die bAV ist – sie ist heute:

  • zu kompliziert,
  • zu unübersichtlich,
  • zu stark reguliert.

Viele Arbeitnehmer verstehen nicht mehr:

  • wie ihre Versorgung funktioniert,
  • welche Kosten entstehen,
  • welche Leistungen sie erhalten.

Das führt zu Unsicherheit – und bremst die Verbreitung.

Fünf notwendige Reformschritte

1. Arbeitgeberhaftung reduzieren
Die Haftung nach § 1 Abs. 1 Satz 3 BetrAVG schreckt viele Unternehmen ab.

2. Mindest-Arbeitgeberzuschuss von 30 %, besser 50 %
Die bAV braucht echte Arbeitgeberbeteiligung statt reiner Entgeltumwandlung.

3. Mehr Flexibilität und Portabilität
Beim Jobwechsel muss die Mitnahme einfach und selbstverständlich sein.

4. Kosten deutlich senken
Zu hohe Verwaltungs- und Vertriebskosten mindern die Rendite.

5. Berufsunfähigkeitsschutz integrieren
Notwendig ist eine verpflichtende Absicherung ohne Gesundheitsprüfung mit bis zu 1.000 Euro monatlich.
Für Geringverdiener sollte der Eigenanteil maximal 25 % betragen.
Ohne diesen Schutz droht oft der Weg in die Grundsicherung – und damit Belastung für den Staat.

Der größte Fehler im System

Die bAV ist für Millionen gedacht – aber nur für Experten verständlich.

Resümee

Die Kombination aus Umlage und Kapitaldeckung ist richtig. Doch die bAV braucht dringend Reformen: weniger Komplexität, mehr Transparenz, höhere Arbeitgeberbeiträge, geringere Kosten und integrierten Schutz bei Berufsunfähigkeit.

Nur so wird sie wieder ein starker Baustein der Altersvorsorge.

#bAV #Rente #Altersvorsorge #Betriebsrente #Berufsunfähigkeit

AfD in Deutschland: Warum wir Demokraten diese Politik als Gefahr für unser Land sehen

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Werner Hoffmann Überzeugter demokratischer Europäer
Werner Hoffmann. – Überzeugter demokratischer Europäer.-

Die Alternative für Deutschland (AfD) steht im Zentrum einer grundlegenden politischen Auseinandersetzung. Für viele Demokraten in Deutschland und Europa geht es längst nicht mehr nur um unterschiedliche Meinungen, sondern um die Zukunft unseres Landes.

Zentrale Positionen der AfD wirken aus unserer Sicht gegen die Interessen Deutschlands und Europas. Ein Beispiel ist die Infragestellung der Europäischen Union. Mit rund 450 Millionen Einwohnern – mit Großbritannien sogar über 500 Millionen – ist Europa wirtschaftlich stärker als die USA. Genau diese Stärke sichert Wohlstand, Arbeitsplätze und politischen Einfluss.

Eine starke, geeinte EU bedeutet Unabhängigkeit. Wenn Europa zusammenarbeitet, kann es selbstbestimmt handeln – wirtschaftlich, politisch und energetisch. Wer diese Einheit schwächt, schwächt auch Deutschland.

Das zeigt sich besonders in der Energiepolitik. Europa hat enormes Potenzial bei Sonne, Wind und anderen erneuerbaren Energien. Wenn wir diese gemeinsam nutzen, brauchen wir keine Energie aus politisch abhängigen oder instabilen Staaten. Es geht um Unabhängigkeit statt Fremdbestimmung.

Die Positionen der AfD gehen aus unserer Sicht in eine andere Richtung. Statt auf europäische Stärke zu setzen, werden Wege eröffnet, die uns wieder stärker in Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen bringen könnten. Gerade nach den Erfahrungen mit Energieimporten aus Russland ist das ein Risiko für unsere Sicherheit und Stabilität.

Auch außenpolitisch halten viele Demokraten diese Linie für problematisch. Eine Annäherung an Staaten wie Russland oder das Infragestellen europäischer Bündnisse schwächt die gemeinsame Position Europas. In einer Welt wachsender geopolitischer Spannungen ist das ein gefährlicher Kurs.

Im Inneren verstärken Aussagen aus Teilen der Partei zu Migration, Medien oder Erinnerungskultur die Sorge vor einer Spaltung der Gesellschaft. Dass Teile der AfD vom Verfassungsschutz beobachtet werden, unterstreicht diese Bedenken.

Für uns ist klar: Es geht um die Frage, ob Deutschland und Europa stark und selbstbestimmt bleiben oder wieder von außen abhängig werden.

#Deutschland #AfD #EU #Russland #USA

Teil 5 – Palantir: KI-Waffen sind unvermeidlich – sagt Palantir. Doch genau hier beginnt die gefährlichste Entwicklung unserer Zeit.

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Werner Hoffmann Überzeugter demokratischer Europäer
Werner Hoffmann.
– Überzeugter demokratischer Europäer.-

Die Aussage klingt zunächst nüchtern, fast technokratisch: Es gehe nicht mehr darum, ob KI-Waffen gebaut werden – sondern nur noch darum, wer sie baut und zu welchem Zweck.

Doch diese Logik ist brandgefährlich.

Denn sie verschiebt die Debatte. Sie nimmt der Gesellschaft die Möglichkeit, überhaupt noch über Grenzen zu sprechen.

Aus einer ethischen Frage wird plötzlich ein Wettlauf.

Wer nicht mitmacht, verliert. Wer zögert, wird überholt. Wer zweifelt, gilt als naiv.

Das ist kein technologischer Fortschritt – das ist ein strategischer Zwang.

Und genau darin liegt das Problem:

Wenn KI in militärische Systeme integriert wird, entstehen völlig neue Machtstrukturen.

  • Zielerfassung,
  • Bedrohungsanalysen,
  • und im schlimmsten Fall Entscheidungen über Leben und Tod.

Doch diese Systeme sind nicht neutral. Sie basieren auf Daten. Und Daten sind immer fehleranfällig, verzerrt und interpretationsabhängig.

Ein Fehler in einem Algorithmus ist kein kleiner Bug – sondern möglicherweise eine falsche militärische Entscheidung.

Hinzu kommt: Je komplexer diese Systeme werden, desto weniger sind sie nachvollziehbar.

Blackbox statt Transparenz.

Kontrolle wird zur Illusion.

Und Verantwortung? Sie verteilt sich zwischen Entwicklern, Unternehmen und Staaten – bis sie am Ende niemand mehr eindeutig trägt.

Palantir formuliert diese Entwicklung nicht als Risiko – sondern als Notwendigkeit.

Doch genau das muss hinterfragt werden.

Denn wenn wir akzeptieren, dass KI-Waffen „unvermeidlich“ sind, geben wir einen entscheidenden Teil demokratischer Kontrolle auf.

Dann entscheidet nicht mehr die Gesellschaft über Grenzen – sondern die Technologie über Möglichkeiten.

Und das ist der eigentliche Wendepunkt.

Nicht die Existenz von KI-Waffen ist das größte Problem.

Sondern die Haltung, dass wir keine Wahl mehr hätten.

#VorsichtPalantir #Palantir #KünstlicheIntelligenz #DemokratieSchützen #TechnologieUndMacht

Teil 4 – Palantir: Ideologie statt Innovation – Wenn Technologie politisch wird

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Werner Hoffmann Überzeugter demokratischer Europäer
Werner Hoffmann.
– Überzeugter demokratischer Europäer. –

Palantir behauptet in seinem Manifest, zwischen Kulturen unterscheiden zu können.

In solche, die „wesentliche Fortschritte“ hervorgebracht haben – und in solche, die als „regressiv und schädlich“ gelten.

Was auf den ersten Blick wie eine Analyse wirkt, ist in Wahrheit etwas ganz anderes:

Eine ideologische Bewertung von Gesellschaften.

Und genau hier beginnt die eigentliche Gefahr.

Denn solche Einteilungen sind nicht neutral. Sie schaffen Hierarchien. Sie entscheiden darüber, welche Kulturen als wertvoll gelten – und welche nicht.

Das Problem:

Solche Denkmuster sind anschlussfähig an extreme politische Ideologien.

Sie widersprechen den Grundprinzipien demokratischer Gesellschaften:

  • Gleichwertigkeit aller Menschen,
  • Schutz der Menschenwürde,
  • Respekt vor Vielfalt und Pluralismus.

Noch deutlicher wird dies in der Kritik an einem sogenannten „hohlen Pluralismus“.

Hier wird Vielfalt nicht als Stärke verstanden – sondern als Schwäche.

Die Konsequenz:

Ein Weltbild, das auf Vereinheitlichung setzt. Auf Kontrolle statt Offenheit. Auf Abgrenzung statt Zusammenarbeit.

Das ist keine technologische Vision.

Das ist eine politische Haltung.

Und sie passt nicht zu dem Bild eines neutralen Softwareunternehmens.

Denn Technologie sollte verbinden – nicht trennen. Sie sollte Möglichkeiten schaffen – nicht bewerten.

Doch wenn Unternehmen beginnen, gesellschaftliche Werte zu definieren, entsteht ein neues Problem:

Wer gibt ihnen dieses Recht?

Denn die Bewertung von Kulturen, Werten und Gesellschaften ist keine Aufgabe von Algorithmen – und auch nicht von privaten Konzernen.

Die entscheidende Frage lautet daher:

Wann wird aus Technologie Ideologie?

Und was bedeutet das für eine demokratische Gesellschaft, die auf Vielfalt, Offenheit und Gleichberechtigung basiert?

Eines wird deutlich:

Wenn Technologie politisch wird, geht es nicht mehr um Innovation – sondern um Einfluss.

#Palantir #Ideologie #Demokratie #KI #Freiheit

Teil 3 -. Überwachung, Kontrolle und der Verlust von Freiheit

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Werner Hoffmann Überzeugter demokratischer Europäer
Werner Hoffmann.
– Überzeugter demokratischer Europäer. –

Palantir behauptet, Technologie könne helfen, Gewaltkriminalität zu bekämpfen und Sicherheit zu verbessern.

Was zunächst sinnvoll klingt, hat eine dunkle Kehrseite.

Denn genau hier liegt das eigentliche Geschäftsmodell des Unternehmens: Datenanalyse, Verknüpfung riesiger Datenmengen und Prognosen über menschliches Verhalten.

Die Konsequenzen sind weitreichend:

  • Predictive Policing,
  • Risikobewertung von Bürgern,
  • umfassende Datensammlungen über Verhalten und Bewegungen.

Das Problem dabei:

Diese Systeme sind nicht neutral.

Sie basieren auf Daten aus der Vergangenheit – und genau diese Daten enthalten bereits bestehende Ungleichheiten, Vorurteile und strukturelle Verzerrungen.

Das bedeutet: Vorurteile werden nicht beseitigt – sie werden digital verstärkt.

Hinzu kommt ein weiterer kritischer Punkt:

Die Entscheidungen dieser Systeme sind oft nicht transparent. Selbst Experten können häufig nicht vollständig nachvollziehen, warum ein Algorithmus eine bestimmte Einschätzung trifft.

Für Bürger bedeutet das:

  • Entscheidungen ohne nachvollziehbare Begründung,
  • Bewertungen ohne Einspruchsmöglichkeit,
  • Kontrolle ohne echte Transparenz.

Gleichzeitig fordert Palantir mehr Einfluss von Technologie auf staatliche Aufgaben.

Das führt zu einer gefährlichen Verschiebung:

Private Unternehmen entscheiden zunehmend darüber, wie Sicherheit organisiert wird.

Die demokratische Kontrolle wird schwächer. Die Abhängigkeit von einzelnen Technologieanbietern steigt.

Und genau hier entsteht das zentrale Risiko:

Wenn Überwachung und Entscheidungsfindung in den Händen weniger Unternehmen liegen, entsteht ein System, das sich der öffentlichen Kontrolle entzieht.

Was als Sicherheit beginnt, kann schnell zur dauerhaften Kontrolle werden.

Die entscheidende Frage lautet daher:

Wie viel Überwachung ist eine Gesellschaft bereit zu akzeptieren – und wer entscheidet darüber?

Denn eines ist klar:

Technologie kann helfen. Aber sie darf nicht dazu führen, dass Freiheit schrittweise durch Kontrolle ersetzt wird.

#Palantir #Überwachung #Demokratie #KI #Freiheit

Teil 2 -. Die gefährliche Verschmelzung von Tech und Staat – Palantirs wahre Agenda

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Werner Hoffmann Überzeugter demokratischer Europäer
Werner Hoffmann.
– Überzeugter demokratischer Europäer.-

Palantir formuliert in seinem Manifest eine zentrale Forderung: Das Silicon Valley habe eine moralische Pflicht, den Staat zu verteidigen.

Was zunächst nach Verantwortung klingt, ist bei genauer Betrachtung hochproblematisch.

Denn hier wird eine Entwicklung gefordert, die weitreichende Folgen hat:

  • Private Unternehmen rücken näher an staatliche Macht,
  • Technologie wird Teil militärischer Strategien,
  • Demokratische Kontrolle wird zunehmend geschwächt.

Besonders deutlich wird dies in der Forderung nach „harter Macht durch Software“.

Das bedeutet: Entscheidungen über Sicherheit, Konflikte und sogar Krieg könnten zunehmend durch Technologien geprägt werden, die von privaten Konzernen entwickelt werden.

Hinzu kommt die Aussage, dass KI-Waffen ohnehin gebaut werden.

Das ist keine neutrale Feststellung. Das ist eine Legitimation.

Ein globales Wettrüsten im Bereich künstlicher Intelligenz wird damit als unausweichlich dargestellt – und gleichzeitig politisch vorbereitet.

Die entscheidende Gefahr liegt dabei auf der Hand:

Technologie wird nicht mehr als Werkzeug verstanden – sondern als Machtinstrument.

Und wenn diese Macht nicht demokratisch kontrolliert wird, entsteht ein System, in dem Unternehmen Einfluss ausüben, ohne Verantwortung gegenüber der Gesellschaft zu tragen.

#Palantir #Demokratie #KI #Überwachung #Politik

Teil 1 – Vorsicht vor Palantir

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Werner Hoffmann Überzeugter demokratischer Europäer
Werner Hoffmann.
– Überzeugter demokratischer Europäer.-

Größenwahn aus dem Silicon Valley – Wenn Software zur Weltpolitik wird

Ein Beitrag von

Christian Stoecker
Christian Stoecker.

Christian Stoecker und Werner Hoffmann

Was passiert, wenn ein Softwareunternehmen beginnt, nicht nur Produkte zu entwickeln, sondern gleich die Weltordnung neu definieren will?

Genau das zeigt das „Manifest“ von Palantir. Unter dem Titel „The Technological Republic“ werden nicht nur technologische Visionen formuliert – sondern politische, militärische und gesellschaftliche Forderungen.

Besonders brisant: Die Aussage, dass die „Nachkriegs-Kastration Deutschlands und Japans aufgehoben werden muss“.

Das ist keine technische Analyse. Das ist eine ideologische Kampfansage.

Palantir geht noch weiter und behauptet, Kulturen unterscheiden zu können – in solche, die Fortschritt bringen, und solche, die „regressiv und schädlich“ seien.

Damit wird eine Grenze überschritten. Denn hier geht es nicht mehr um Software – sondern um Macht.

Und genau das macht die Situation so gefährlich:

  • Palantir arbeitet mit Geheimdiensten,
  • mit Militär,
  • und mit staatlichen Behörden weltweit.

Das bedeutet: Diese Ideen können Realität werden.

Die entscheidende Frage lautet daher:

Was passiert, wenn Technologie nicht mehr nur unterstützt – sondern beginnt, Politik zu bestimmen?

#Palantir #Demokratie #Überwachung #KI #Politik

Wie der Begriff Unabhängigkeit bei Maklern zum Ruin führen kann

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Werner Hoffmann
Werner Hoffmann.

Die aktuelle Abmahnwelle rund um den Begriff „unabhängig“ ist nur die Spitze des Eisbergs. Viel gravierender sind die zivilrechtlichen Haftungsrisiken, die sich daraus ergeben können – und die für Makler im Extremfall existenzbedrohend sind.

Wer sich als „unabhängig“ bezeichnet, erzeugt beim Kunden eine klare Erwartung: vollständig objektive, neutrale und am Markt orientierte Beratung. Wird diese Erwartung enttäuscht, kann daraus schnell ein Haftungsfall entstehen.

Ein besonders brisantes Beispiel ist die Berufsunfähigkeitsversicherung:
Ein Makler bezeichnet sich als unabhängig und vermittelt einem Kunden eine Police, die erst ab 50 % Berufsunfähigkeit leistet. Jahre später wird der Kunde jedoch nur zu 40 % berufsunfähig – und erhält keine Leistung.

Der Kunde könnte nun argumentieren:
Bei einer wirklich unabhängigen Beratung hätte er auch Angebote in Betracht gezogen, die bereits ab 25 % Leistung erbringen. Dass ihm diese Option nicht aufgezeigt wurde, sei Folge einer nicht objektiven Beratung.

Die rechtlichen Konsequenzen können erheblich sein:

  • Schadensersatzansprüche wegen Falsch- oder unvollständiger Beratung,
  • Ersatz der entgangenen Versicherungsleistung über Jahre oder Jahrzehnte,
  • hohe Nachforderungen, die schnell sechsstellige Beträge erreichen können.

Besonders kritisch: Nach der Rechtsprechung des BGH haftet der Makler als Sachwalter des Kunden. Wer sich zusätzlich als „unabhängig“ darstellt, verschärft diese Erwartungshaltung erheblich.

Noch gravierender ist die Situation bei der Absicherung:
In vielen Fällen könnte die Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung die Leistung verweigern. Der Grund: Wer bewusst oder fahrlässig mit „Unabhängigkeit“ wirbt, obwohl Provisionen fließen, handelt möglicherweise außerhalb des versicherten Risikos.

Das bedeutet:
Der Makler haftet im schlimmsten Fall persönlich mit seinem gesamten Vermögen.

Ein einzelner solcher Fall kann daher nicht nur teuer, sondern existenzgefährdend oder ruinös sein.

Haftungsausschluss / rechtliche Einordnung:
Dieser Beitrag stellt keine Rechtsberatung dar, sondern eine allgemeine Einschätzung möglicher Risiken auf Basis aktueller Rechtsprechung und Praxisfälle.

Resümee:
Der Begriff „unabhängig“ ist kein harmloses Marketinginstrument. Wer ihn unzulässig verwendet, öffnet die Tür für massive Haftungsrisiken – bis hin zum finanziellen Ruin.

#Berufsunfähigkeit #Versicherungsmakler #Haftung #Unabhängigkeit #BGH

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